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THE PAULY GROUP

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Zur Unternehmensgruppe THE PAULY GROUP gehören die EKO-PLANT GmbH, die HUMUS- UND ERDEN KONTOR GmbH sowie die INFU GmbH mit dem Fachlabor PLANCO-TEC. Da gibt es immer wieder Neuigkeiten zu berichten, sei es aus der Unternehmensgruppe oder zu Themen, die unsere Arbeit und die Interessen unserer Kunden berühren. Erfahren Sie mehr über uns - einen Überblick zu aktuellen Themen finden Sie hier.

madagaskar 01In „St. Vincentienne“ lernen Schüler-innen und Schüler aus allen Gesellschaftsschichten gemeinsam.Wir unterstützen über den Arbeitskreis „Eine Welt“ e. V., Mettingen mit unserer Spende das Schulprojekt „St. Vincentienne“ auf Madagaskar.

Im November 2017 besuchte Udo Pauly gemeinsam mit seiner Ehefrau langjährige Freunde auf Madagaskar, die Dr. Pauly 1983 während seiner Arbeit als Entwicklungshelfer in Afrika kennenlernte. Maria Damer und Norbert Determann leben nunmehr seit 12 Jahren auf Madagaskar und leisten dort Entwicklungshilfe in eigener Regie.

Dieser Besuch auf Madagaskar bestärkte Fam. Pauly in ihrer Entscheidung, dass es nachhaltiger ist, wenn wir zur Verfügung stehende Mittel humanitär einsetzen, da vor Ort zahllose Situationen aufgefunden wurden, die eine finanzielle Unterstützung mehr als rechtfertigen.

Maria Damer, Norbert Determann und der Verein Arbeitskreis „Eine Welt“ e. V. in Mettingen gewährleisten, dass alle gespendeten Gelder ohne jegliche Kosten im Projekt ankommen.

Aus diesem Grund haben wir uns in diesem Jahr dafür entschieden, auf Weihnachtspräsente an unsere Kunden und Geschäftspartner zu verzichten und stattdessen das Schulprojekt „St. Vincentienne“ auf Madagaskar zu unterstützen.

Schulprojekt „St. Vincentienne“

Im laufenden Schuljahr 2018/2019 besuchen 1.350 Kinder die Schule „St Vincentienne“ in Marillac.

Der gute Unterricht und das tägliche Mittagessen in der Schulkantine machen die Schule „St. Vincentienne“ zu einem wichtigen Anlaufpunkt für die Bevölkerung der näheren und weiteren Umgebung, insbesondere für bedürftige Familien. Dabei hat das Schulessen für die notleidenden Eltern oft einen höheren Stellenwert als der Unterricht, denn die Armut wird immer größer und ausreichend Lebensmittel für den Tag sind oft unerschwinglich.

Doch aus welcher Motivation auch immer die Eltern ihre Kinder zur Schule schicken, bedeutend ist, dass die Schülerinnen und Schüler durch den Schulbesuch einerseits wichtige Grundlagen für ihr Leben erhalten, da Bildung der Schlüssel zur Entwicklung eines Landes ist, und andererseits mit einer täglichen warmen Mahlzeit versorgt werden.

Eine sinnvolle und für die Kinder auf Madagaskar überlebenswichtige Hilfe.

Unterstützen Sie gemeinsam mit uns das Schulprojekt „St. Vincentienne“ auf Madagaskar und geben den Kindern so eine Zukunftsperspektive.

Erfahren Sie mehr über das Projekt auf der Internetseite des Arbeitskreises „Eine Welt“ e. V.

Pressefoto DNP 2019 webBürgermeister Frank Börner mit Dr.-Ing. Udo Pauly auf der Gala des Deutschen Nachhaltigkeitspreises in Düsseldorf.

Mit einem innovativen Konzept für eine zentrale Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung wurden die Partnerstädte Gudensberg und Schtschyrez in der Ukraine unter die Top 3 des Deutschen Nachhaltigkeitspreises gewählt. Wichtiger Bestandteil des Projekts ist eine Klärschlammvererdungsanlage.

Am 7. Dezember wurde in Düsseldorf vor 1.200 Gästen der Deutsche Nachhaltigkeitspreis verliehen. In Zusammenarbeit mit der Bundesregierung wurden zum elften Mal Spitzenleistungen der Nachhaltigkeit in Wirtschaft, Kommunen und Forschung ausgezeichnet.

Unter den Gewinnern ist die Städtepartnerschaft der hessischen Gemeinde Gudensberg mit dem ukrainischen Schtschyrez. In der Wettbewerbskategorie „Kommunale Partnerschaften“ landeten die beiden Städte unter den Top 3 und konnten sich damit gegen Mitbewerber wie Leipzig, Solingen oder Köln durchsetzen. Sieger wurde Wernigerode mit deren Partnerkommune in Vietnam.

Begründet wurde die Entscheidung der Jury u.a. wie folgt:

„In Schtschyrez engagieren sich neben dem Bürgermeister und der Stadtverwaltung viele zivilgesellschaftliche Gruppen und die Menschen vor Ort werden durch die praxisnahen Projekte gut mit eingebunden. Eine Besonderheit an der Partnerschaft ist, dass einige der Maßnahmen in einer Dreieckskooperation mit Jelcz-Laskovice in Polen durchgeführt werden. Die Jury würdigt das vielschichtige bürgernahe Engagement mit einer Platzierung unter die Top 3 der Kategorie „Kommunale Partnerschaften“.

Ein weiteres Projekt ist die Planung und Realisierung einer zentralen Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung in Schtschyrez. Im Rahmen dieses Vorhabens ist das innovative Verfahren der Klärschlammvererdung vorgesehen, welches bisher in der Ukraine nicht existiert und somit ein Pilotprojekt darstellt.

Die Bürgermeister von Gudensberg und Schtschyrez, Frank Börner und Oleh Wasylyshyn, waren hochzufrieden mit ihrem Team. Zur Preisverleihung waren sie mit Mitgliedern des Stadtrates Gudensberg und dem Projektkoordinator Dr. Eberhardt Kettlitz angereist. Mit dabei war auch Dr.-Ing. Udo Pauly, Geschäftsführer der EKO-PLANT GmbH. Die Dolmetscherin Iryna Mykytka sorgte für die perfekte Verständigung. Zusätzlich freuten sich die Gäste aus der Ukraine über die Bewilligung weiterer Fördermittel für den Bau des Hauptsammlers, der das Abwasser zur Kläranlage führen wird. Fördermittelgeber ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit. Und auch die EKO-PLANT GmbH hat zugesagt das Projekt zukünftig zu begleiten und freut sich auf die weitere Zusammenarbeit.

Die Bedeutung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises wurde durch die anwesende Prominenz unterstrichen, mit Gästen, die sich sehen lassen konnten. Dabei waren Dr. Gerd Müller (Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung), Katarina Barley (Bundesministerin für Justiz und Verbraucherschutz), Svenja Schulze (Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit), Staatssekretärin Claudia Dörr-Voß und Bundespräsident a. D. Christian Wulff. Als Preisträger waren neben weiteren Kommunen und Unternehmen Richard Gere, Angélique Kidjo und Rea Garvey anwesend. Laudatoren waren unter anderem Dr. Eckart v. Hirschhausen und Dunja Hayali.


Deutscher Nachhaltigkeitspreis

Die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e. V. vergibt jedes Jahr Europas größte Auszeichnung für ökologisches und soziales Engagement. „Der Preis würdigt Spitzenleistungen der Nachhaltigkeit – in so unterschiedlichen Kategorien wie Wirtschaft, Forschung, Architektur und Kommunen. Mit dem Preis fördert die Stiftung gemeinsam mit der Bundesregierung und weiteren Partnern mutige Akteure und Ideen mit Vorbildfunktion.“

Über die Nominierten und Sieger entscheiden Fachjurys mit Experten aus Wirtschaft, kommunalem Sektor, Politik, Forschung und Zivilgesellschaft. Vorsitzender der Jurys ist Prof. Dr. Günther Bachmann, Generalsekretär des Rates für Nachhaltige Entwicklung.

Deutscher Nachhaltigkeitspreis - über uns


Deutscher Nachhaltigkeitstag

Die Preisverleihung ist gleichzeitig Abschluss des jährlichen Nachhaltigkeitskongresses mit rund 2.000 Teilnehmern und Nachhaltigkeitsexperten aus Unternehmen, Verwaltung, Zivilgesellschaft, Politik, Forschung und Medien.

Deutscher Nachhaltigkeitspreis - der Kongress


Next Economy Award

Ebenfalls vergeben wird der Next Economy Award als Auszeichnung für Startups, die auf Nachhaltigkeit und Green Economy setzen.

Deutschlands Preis für „grüne Gründer“


Sustainable Event

Kongress und Preisverleihung werden seit 2008 klimaneutral und nach den Kriterien eines nachhaltigen Veranstaltungsmanagements unter Berücksichtigung des „Leitfadens für die nachhaltige Organisation von Veranstaltungen“ des Umweltbundesamtes und des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit realisiert.

Deutscher Nachhaltigkeitspreis - ein klimaneutrales Event

 

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ChargenanalyseSchulungsteilnehmer bei der Chargenanalyse von Bioabfall auf der Kompostierungsanlage DransfeldIm Oktober 2018 haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abfallwirtschaft des Landkreises Göttingen und der Göttinger Entsorgungsbetriebe an einer Schulung der HUMUS- UND ERDEN KONTOR Akademie teilgenommen. Thema: Optimale Steuerung des Rotteprozesses als Voraussetzung für die Produktion qualitativ hochwertiger Komposte. Ein Seminarbericht.

Praktisch geht es zu beim Seminar „Grundlagen der Kompostierung“: zahlreiche Kompostproben gehen von Hand zu Hand, es wird gerochen, zwischen den Fingern zerrieben, Feuchtigkeit und Struktur geprüft. In kleinen Gruppen bonitieren die Teilnehmer und Teilnehmerinnen die einzelnen Komposte nach einem vorgegeben Schema und bestimmen aus ihren Ergebnissen Reifezustand und Optimierungsbedarf. Schließlich werden die Gruppenergebnisse zusammengetragen und mit den zugehörigen Laboranalysen von pH-Wert, Salz- und Stickstoffgehalt sowie dem Ammonium-/Nitrat-Verhältnis ergänzt. Hieraus lassen sich wichtige Rückschlüsse auf den Rotteverlauf und den aktuellen Reifegrad ableiten.

Im Seminar lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie sich Parameter wie pH-Wert, Feuchtigkeit, Salzgehalt und löslicher Stickstoff im Verlauf des Kompostierungsprozesses verändern und wie sie beeinflusst werden können. Neben der Vermittlung der theoretischen Grundlagen werden die Zusammenhänge auf diese Weise buchstäblich (be-)greifbar gemacht. Am Ende des Seminartages sind die Teilnehmer und Teilnehmerinnen in der Lage, Inputmaterialien und Kompostierungsprozess zu beurteilen sowie optimal zu steuern und hochwertige Komposte für eine erlösorientierte Vermarktung herzustellen.

Stetig steigende Anforderungen

Die Anforderungen an die Behandlung biologischer Abfälle und die Qualität der daraus gewonnenen Komposte wachsen stetig. Darüber hinaus befindet sich die Branche in einem Generationswechsel. Wenn altersbedingt ein großer Teil von erfahrenen Mitarbeitern ausscheidet, ist es dringend geboten, den Wissenstransfer an den nun kommenden Nachwuchs sicher zu stellen. HUMUS- UND ERDEN KONTOR AKADEMIE bietet deshalb praxisorientierte Schulungen zur biologischen Abfallbehandlung an, die diese Kenntnisse vermitteln und genau auf die Bedürfnisse der Teilnehmer abgestimmt sind.

Im Anschluss an die Schulung wurde in der Kompostierungsanlage im 10 Kilometer entfernten Dransfeld eine Chargenanalyse im Bioabfall durchgeführt. Hierüber werden wir in einem der nächsten Newsletter detailliert berichten.

Sie haben Interesse an einer Praxisschulung rund um den Themenbereich Kompostierung? Dann sprechen Sie uns an!

Marion Bieker
HUMUS- UND ERDEN KONTOR GmbH
Karlsbrunnenstraße 11
37249 Neu-Eichenberg
Telefon: 05542 9359-51
Fax: 05542 9359-68
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Weitere Informationen zur HUMUS- UND ERDEN KONTOR Akademie finden Sie unter Training. Beratung. Coaching.

Besuch der Delegation im Bezirk Lemberg (Oblast Lwiw)Frank Börmer (2. v. l.), Bürgermeister der Stadt Gudensberg und Leiter der Delegation "Partnerschaft Ukraine"Unter anderem mit einem innovativen Konzept für eine zentrale Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung haben sich die Partnerstädte Gudensberg und Schtschyrez in der Ukraine um den Deutschen Nachhaltigkeitspreis beworben.

Wichtiger Bestandteil des Projekts ist eine Klärschlammvererdungsanlage.

Seit 2013 unterhalten Gudensberg und Schtschyrez in der Ukraine eine Städtepartnerschaft, in deren Rahmen jetzt in Schtschyrez eine freiwillige Feuerwehr aufgebaut und ein Konzept für die zentrale Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung erarbeitet wird.

Denn damit hat man in Gudensberg Erfahrung. Seit 2006 betreibt der Abwasserverband Mittleres Emstal dort eine EKO-PLANT Klärschlammvererdungsanlage, und diese innovative Technik schien allen Verantwortlichen bestens geeignet, auch die Abwasserbehandlung in Schtschyrez auf neue und nachhaltige Beine zu stellen.

Anfang 2018 wirkte Stefan Rehfus, Geschäftsführer EKO-PLANT GmbH, beratend an der Entwicklung des Projektes mit.

Mit diesem Vorhaben hat sich die Städtepartnerschaft Gudensberg/Schtschyrez um den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2019 in der Kategorie Kommunale Partnerschaften beworben und wurde in die Runde der besten Sieben gewählt.

Zur Begründung schreibt die Jury:

„Die recht junge Partnerschaft zwischen den beiden Kleinstädten Gudensberg und Schtschyrez in der Ukraine besteht seit 2013 und wurde 2016 in einem Partnerschaftsvertrag formalisiert. Im Fokus der durch die Agenda 2030 geprägten Maßnahmen stehen der Aufbau einer freiwilligen Feuerwehr und die Erarbeitung eines Konzepts für die zentrale Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung in Schtschyrez.
Im Rahmen dieses Vorhabens ist das innovative Verfahren der Klärschlamm­vererdung vorgesehen, welches bisher nicht in der Ukraine existiert und somit ein Pilotprojekt darstellt. Entwicklungspolitisch dienen die gemeinsamen Aktivitäten dem Aufbau und der Verbesserung der lokalen Daseinsvorsorge in Schtschyrez sowie der Förderung der europäischen Integration. Die Partnerschaft zeichnet sich durch einen breiten Multiakteursansatz und eine Vielzahl von zivilgesellschaftlichen Sport- und Kulturprojekten aus.“

Die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. vergibt jedes Jahr Europas größte Auszeichnung für ökologisches und soziales Engagement. „Der Preis würdigt Spitzenleistungen der Nachhaltigkeit – in so unterschiedlichen Kategorien wie Wirtschaft, Forschung, Architektur und Kommunen. Mit dem Preis fördert die Stiftung gemeinsam mit der Bundesregierung und weiteren Partnern mutige Akteure und Ideen mit Vorbildfunktion.“ (Quelle: Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V.)

Am 14. November entschied die Jury über die Top 3 und den Sieger. Die Preise werden am 7.12.2018 verliehen. Wir werden berichten, wie sich das „kleine“ Gudensberg im Wettstreit mit Städten wie Köln, Leipzig, Bremen, Wernigerode und Solingen schlägt!

Vom 5. bis 8.11.2018 besuchte eine Delegation der Stadt Gudensberg die Partnerstadt Schtschyrez in der Ukraine unter Leitung des Gudensberger Bürgermeisters Frank Börner. Mitglied der Delegation war auch Dr.-Ing. Udo Pauly, der begeistert vom Engagement aller Beteiligten war. Gerne bedanken wir uns auch an dieser Stelle bei Bürgermeister Börner für die Einladung dabei zu sein.

Hier können Sie mehr über den Deutschen Nachhaltigkeitspreis erfahren.

Stefan Rehfus, Andreas Wendel und Götz Konrad (v. l. n. r.)Stefan Rehfus, Geschäftsführer von EKO-PLANT, Betriebsleiter Andreas Wendel und Bürgermeister Götz Konrad (v. l. n. r.) vor dem Schlauchwagen der Vererdungsanlage Eibelshausen

Vor 10 Jahren hat sich der Abwasserverband “Obere Dietzhölze“ als Betreiber der Kläranlage Eibelshausen für den Bau einer Hochleistungsvererdungsanlage entschieden. Andreas Wendel, Betriebsleiter der Kläranlage, und Götz Konrad, Bürgermeister der Gemeinde Eschenburg, sprechen im Interview über die Gründe und ihre Erfahrungen.

Herr Wendel, was sind aus Ihrer Erfahrung die größten Vorteile der Klärschlammvererdung gegenüber anderen Techniken?

Wir haben früher eine Kammerfilterpresse betrieben, die deutlich arbeitsintensiver war. Dort war täglich ein Mann zwei bis drei Stunden beschäftigt. Das ist bei der Vererdungsanlage nicht mehr der Fall. Auch der Energieaufwand der Kammerfilterpresse war enorm. Jetzt läuft „nur“ die MSR-Technik im Hintergrund und alle zwei bis vier Wochen verbrauchen die Pumpen beim Beschickungszyklus Strom. Dann natürlich die Lagerkapazität, die Betriebssicherheit der Anlage und die Flexibilität bei der Entsorgung.

Warum würden Sie sich wieder für die Klärschlammvererdung entscheiden?

Da gibt es ganz klar wichtige Faktoren: Betriebssicherheit, Entsorgungssicherheit, Energie, lange Standzeit. Wir sind im ersten Vererdungszyklus, der war ursprünglich auf sechs Jahre angesetzt. Im Jahr 2014 sollte Beet eins geräumt werden, 2015 Beet zwei, 2016 Beet drei. Das war die ursprüngliche Planung. Nach heutigem Stand kommt die erste Räumung erst 2023! Wenn ich mir dann die Rücklagen ausrechne, die wir für die Schlammentsorgung bilden, haben wir auch hier vorgesorgt.

Wurde in der Planungsphase seitens EKO-PLANT ausreichend auf Ihre individuellen Anforderungen eingegangen?

Ursprünglich sollten größere Vererdungsbeete gebaut werden, hierzu haben wir damals leider nicht die Flächen bekommen. Aus dieser Not heraus wurde dann die Idee der Hochleistungsvererdungsanlage geboren. Dies ermöglichte die gleiche Entwässerungsleistung auf kleinerem Raum. Hier wurde in der Planungs- und auch Bauphase jederzeit auf die Ideen und Wünsche des Auftraggebers eingegangen.

Was hat Sie bisher beim Betrieb Ihrer Vererdungsanlage am meisten erstaunt?

Die Entwässerungsleistung. Der Gehalt an Trockensubstanz ist aktuell bei 57 Prozent. In den Sommermonaten, nach einer Beschickung, haben wir der Anlage etwas Material entnommen. Das Material war selbst nach dieser kurzen Zeit erstaunlich trocken.

Dann noch die Betriebssicherheit. Die Anlage ist als Prototyp gebaut worden, da haben wir alle mit Störungen und Problemen gerechnet. Was aber letztendlich nicht der Fall war. In den nun zehn Jahren ist nicht einmal der Schlauchwagen stehengeblieben. Dass ein Prototyp so „unauffällig“ läuft, ist nicht üblich.

Fühlen Sie sich bei EKO-PLANT gut aufgehoben?

Ja.

Das war eine klare Antwort.

Wir haben einen Servicevertrag - schon den zweiten in Folge - und werden vor Ort betreut. Wir arbeiten hervorragend zusammen. Probleme werden gut und schnell gelöst, man hat für alles ein Ohr.

Die erste Räumung ist für 2023 oder später geplant. Soll die Räumung auch in Zusammenarbeit mit EKO-PLANT durchgeführt werden?

Ich gehe stark davon aus. EKO-PLANT ist ja darauf spezialisiert. Und ich bin fest davon überzeugt, dass wir diesbezüglich sehr gut betreut werden.

Herr Konrad, warum haben Sie sich vor zehn Jahren für die Klärschlammvererdung entschieden?

Die Kammerfilterpresse musste ersetzt werden. Und da suchten wir eine Möglichkeit, die Entwässerung möglichst einfach zu gestalten. Wichtig war: Was ist auf Dauer der günstigste Weg? Nach vielen Überlegungen und Besichtigungen ist dann der Entschluss gewachsen, dass wir die Schlammentwässerung nicht mehr mit der Presse machen, sondern über die Klärschlammvererdung. Eine schöne Freud'sche Fehlleistung zeigt vielleicht auch, dass wir von Anfang an den Eindruck hatten, dass das etwas Gutes ist. Da war immer die Rede von der Klärschlammveredelung, also nicht Vererdung, und das taucht sogar in einem Protokoll auf: "Klärschlammveredelung". Und das ist jetzt Programm.

Und es entspannt uns auch stark durch die lange Laufzeit. Wenn andere nach Wegen suchen, ihren Klärschlamm zu entsorgen und zu verwerten, können wir sagen: "Okay, Wiedervorlage 2023". Natürlich müssen wir uns auch Gedanken machen, wie es dann weitergeht. Aber ich bin mir zumindest sicher, dass bis dahin bessere Verwertungsmöglichkeiten gegeben sind als heute, wo man das Ganze unter Druck und Zwang machen muss. Wir können es am besten an den Beeten sehen: Die Natur arbeitet für uns.

Deswegen war die Entscheidung damals gut überlegt und sie erscheint im Licht der heutigen Ereignisse sogar noch besser.

Wie ist in Ihrer Region aktuell die Situation was die Klärschlammbehandlung und auch vor allem die Klärschlammentsorgung angeht?

Wir sind, glaube ich, einer der wenigen Betreiber, der momentan relativ entspannt sein kann. Viele haben große Probleme den Schlamm in die Entsorgungsschiene zu bekommen. Entsorgungsverträge werden gekündigt und neue haben eine enorme Preissteigerung. Andererseits macht man sich Gedanken – in Form von großtechnischen Anlagen – wie man möglichst schnell den Problemen entgegenwirken kann.

Wie ist im Vergleich dazu Ihre Situation in Eibelshausen?

Laut der letzten Messungen reichen die Beete bis 2023, bei guter Behandlung vielleicht sogar noch länger. Auf jeden Fall haben wir bis dahin Entsorgungssicherheit und arbeiten jetzt an Möglichkeiten, wie wir das genauso naturnah weiterverwenden. Wir haben einen deutlichen Zeitgewinn und müssen nicht aus der Not heraus irgendwelche Verzweiflungstaten anstreben, sondern können gut überlegt den für uns auf lange Sicht günstigsten Weg suchen.

Gibt es bei Ihren Nachbarkommunen Bestrebungen auf die Klärschlammvererdung umzuschwenken, auch vor dem Hintergrund der aktuellen Situation?

Also es gibt gewiss drei oder vier Betreiber, die da starkes Interesse haben, aber sich in Wasserschutzgebieten befinden und keine Flächen dargestellt bekommen. Wobei sich das heute wieder relativiert, denn angesichts der stark steigenden Preise kann man sich durchaus auch einen größeren Radius suchen. Wenn die akuten Probleme der Zwischenlagerung erst einmal gelöst sind, dann wird der Fokus wieder auf die Frage gelenkt, wie eine langfristige Lösung aussehen kann. Und dann müssen sich alle überlegen, ob sie von der Hand in den Mund leben und wenn die Presse kaputt ist, die nächste gekauft wird, oder ob ein Systemwechsel vorgenommen wird. Ich denke unser Beispiel zeigt, dass es sich lohnt darüber nachzudenken, was langfristig der günstigere Weg ist. Und da sollte uns eigentlich diese "Klärschlammkrise" dazu ermuntern, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken. Es ist ja nicht damit getan, dass ich mich für dieses Haushaltsjahr und für das nächste und übernächste über die Runden bringe, sondern hier geht es darum in Echtzeit eine Entsorgungssicherheit zu schaffen, die genauso eine Laufzeit hat wie so ein Beet. Und darüber hinaus.

Was waren denn Ihre Gründe, EKO-PLANT als Generalunternehmer zu beauftragen?

Ich hätte jetzt fast gesagt, die waren die Erstbesten. Aber das waren sie nicht, sondern sie waren die Besten. Die Anlagen, die wir besichtigt haben, gibt es wirklich, eine steht auf Norderney. Und die war damals vor der ersten Leerung. Für uns war auch wichtig, wie das in zehn Jahren aussieht, ob das wirklich ein Modell mit Zukunft ist. Schließlich haben wir gesagt: „EKO-PLANT hat DIE Lösung für unsere Probleme“, ein umfassendes Konzept. Deswegen haben wir uns ja auch jetzt nicht aus Hilflosigkeit in ein Vertragsverhältnis begeben, sondern wir haben uns von Anfang an in die Augen geblickt und gesagt, "Okay, Vertrag kommt von vertragen, wir wissen was wir voneinander haben und deswegen ist das jetzt hier keine Verkaufsveranstaltung, sondern es ist eine Partnerschaft". Wir haben ja dann mit der gemeinsamen Entwicklung und Verbesserung der Anlage gezeigt, dass es ein Miteinander ist. Wir haben gründlich gesucht, aber es gab damals - und ich denke auch heute - niemand besseren als EKO-PLANT.

Kennen Sie bereits das EKO-PLANT Prinzip?

In unserer neuen Broschüre zur Klärschlammvererdung haben wir Ihnen alles Wissenswerte zusammengestellt - von der Planung und dem Anlagenbau über die Funktionsweise und den Betrieb der Klärschlammvererdung bis hin zur Verwertung der Klärschlammerde.

Laden Sie sich unsere neue Broschüre herunter - und schauen Sie ergänzend unseren Film "Das EKO-PLANT Prinzip"*.

Mehr Verwertung, mehr Wirtschaftlichkeit, mehr Ökologie:
Wir lösen Ihre Probleme rund um den Klärschlamm!

*Der Klick auf den Link führt direkt zum YouTube-Kanal der PAULY GROUP.

Klärschlammerde: Hochwertiger NP-Dünger mit optimalen Eigenschaften!Hygienisch einwandfrei:
Klärschlammerde von EKO-PLANT
Organische Dünger aus Bioabfällen dürfen keine schädlichen Mikroorganismen enthalten. Die von der PAULY GROUP entwickelten ökotechnischen Verfahren töten alle Schaderreger sicher ab und erfüllen alle gesetzlichen Bestimmungen für organische Düngemittel.

Ob Biotonne, Komposthaufen oder Kanalisation, schon der unangenehme Geruch warnt uns: Vorsicht, ungesund! Anders für Mikroorganismen. Für Bakterien und Pilze sind unsere organischen Abfälle ein gefundenes Fressen, auf dem sie sich in kürzester Zeit und in riesiger Zahl ansiedeln. Und das ist auch gut so. Denn so, wie wir pflanzliche und tierische Nahrung zum Leben benötigen, brauchen Pflanzen mineralische Nährstoffe - und die entstehen aus der Zersetzung und dem Abbau organischer Abfälle durch Mikroorganismen. So schließt sich der Kreislauf.

Obwohl für unser Auge unsichtbar, sind Mikroorganismen ein allgegenwärtiger und unverzichtbarer Bestandteil sämtlicher Ökosysteme der Erde. Sie sorgen für geschlossene Stoffkreisläufe und machen das Leben auf unserem Planeten erst möglich. Ohne Pilze und Bakterien wären auch die Böden schnell unfruchtbar und für eine landwirtschaftliche Nutzung ungeeignet. Die Düngung von Böden ist ja nichts anderes, als die Rückführung der durch die abgeernteten Pflanzen zuvor entnommenen Nährstoffe. Und organischer Dünger wie Mist, Klärschlammerde oder Kompost ist durch die darin lebenden Mikroorganismen biologisch aktiv und besonders wirksam.

Organische Dünger müssen hygienisch einwandfrei sein

Ein verschwindend geringer Teil der Mikroorganismen ist für Menschen, Tiere oder Pflanzen gefährlich, weil sie Gifte produzieren oder Krankheiten verursachen. Solche Schaderreger kommen in den Abfällen und Abwässern von Krankenhäusern, Industriebetrieben und privaten Haushalten vor. Werden solche Abfälle für die Erzeugung organischer Dünger verwendet, muss sichergestellt werden, dass sie durch entsprechende Behandlung abgetötet werden. Organische Dünger müssen hygienisch einwandfrei sein.

In Kompostierungs- und Vergärungsanlagen geschieht das durch gesteuerte Wärmeentwicklung während des Rotteprozesses. Dies wird gemäß der in Deutschland geltenden Bioabfallverordnung genau überprüft.

In EKO-PLANT Klärschlammvererdungsanlagen sorgt das komplexe Zusammenspiel von Schilfpflanzen, Entwässerung und Mikroorganismen während des Vererdungsprozesses dafür, dass schon nach sechs Monaten keine hygienisch relevanten Keimarten mehr vorhanden sind. Wissenschaftliche Untersuchungen haben das bestätigt.

Sicherheit durch eigenes Labor und externe Beratung

Ob Kompostierung von Bioabfällen oder Klärschlammvererdung, Hygiene spielt für unsere ökotechnischen Verfahren und die erzeugten Düngemittel eine entscheidende Rolle. Unsere Verfahren entsprechen den gesetzlichen Anforderungen - das überprüfen wir bereits während der Entwicklung und später kontinuierlich im laufenden Betrieb.

Innerhalb der PAULY GROUP ist das Speziallabor PLANCO-TEC auf die Durchführung der direkten Prozessprüfung gemäß Bioabfallverordnung (§3 BioAbfV) spezialisiert und hat bereits mehr als 150 Prüfungen von Kompostierungs- und Vergärungsanlagen durchgeführt. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Newsletter „Prozessprüfung: Sicherer Kompost, hygienisch einwandfrei“.

Darüber hinaus arbeiten wir mit dem renommierten Hygieneexperten Dr. Werner H. Philipp zusammen. Dr. Philipp war unter anderem Berater des Bundesumweltministeriums und des Bundeslandwirtschaftsministeriums als Fachexperte für Hygienefragen bei der Novellierung der Bioabfall-, Klärschlamm- und Düngemittelverordnung.

Dr. Philipp berät die PAULY GROUP in allen Fragen der Hygiene und Hygienebehandlung der von uns entwickelten und betriebenen ökotechnischen Verfahren.

Ob EKO-PLANT Klärschlammerde oder Komposte und Erden aus von uns überprüften Anlagen: unsere Düngemittel sind hygienisch einwandfrei - mit Sicherheit.

Klärschlammvererdung in der Praxis - erfolgreiche Veranstaltung in Gudensberg!Die Teilnehmer des Praxistages auf der Vererdungsanlage Gudensberg-Maden.

Der Andrang war wieder groß. Mehr als 30 Vertreter von Kläranlagenbetreibern trafen sich zum 3. EKO-PLANT Praxistag in diesem Jahr, um sich über die konkreten Möglichkeiten der Klärschlammvererdung zu informieren.

Zentrales Thema diesmal: Flexibles Verwertungsmanagement nach der Vererdung von Klärschlamm.

Die Veranstaltung folgte dem bewährten Muster von kurzen Fachvorträgen mit direkt anschließenden, ausgiebigen Diskussionsrunden. Inhaltlich spannte sich der Bogen von den Auswirkungen der geänderten Verordnungslage auf die Verwertung und Entsorgung, über die Verwertungsmöglichkeiten von Klärschlammerde unter den neuen Rahmenbedingungen, bis zum Aspekt des ökotechnischen Phosphorrecyclings durch Klärschlammvererdung. Referenten waren Frank Börner, Bürgermeister der Stadt Gudensberg, Hans-Walter Schneichel, Referent im Umweltministerium von Rheinland-Pfalz sowie Swen Fisseler, Martin Peitzmeier und Stefan Rehfus von der EKO-PLANT GmbH.

Die neue Verordnungslage schränkt die landwirtschaftliche Verwertung von Klärschlamm weiter ein. In den Fachvorträgen wurde deutlich, dass vererdeter Klärschlamm von diesen Einschränkungen nicht betroffen ist. Insbesondere der von EKO-PLANT neu entwickelte und aus Klärschlammerde hergestellte Qualitätsdünger EKO-TERRA Ca+ kann auch weiterhin in die Spätsommer- und Herbstdüngung integriert werden.

Verbrennen oder Verwerten, Kläranlagen mit nachgeschalteter Klärschlammvererdung haben auch weiterhin alle Optionen und können flexibel entscheiden, welcher Weg ökologisch und ökonomisch gerade am sinnvollsten ist. Und auch für das zukünftig vorgeschriebene Recycling von Phosphor ist Klärschlammerde eine hervorragende Ausgangsbasis. Bei der Düngung wird das darin enthaltene Phosphat direkt in die landwirtschaftlichen Böden zurückgeführt. Bei der Verbrennung führt der erhöhte Phosphatgehalt von Klärschlammerde auch zu einer höheren Phosphorkonzentration in der Asche.

Wichtiger noch als die fachlichen Informationen waren für die Teilnehmer aber der Austausch und die intensiven Diskussionen untereinander. Welche konkreten Erfahrungen wurden beim Betrieb von Vererdungsanlagen gemacht? Wie ist die Praxis der Entsorgung oder Verwertung von Klärschlammerde? Wie sind die Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit der EKO-PLANT GmbH? Aber auch: Wo gibt es noch Verbesserungspotenzial?

Die regen Diskussionen wurden bei der abschließenden Besichtigung der Klärschlammvererdungsanlage Gudensberg-Maden fortgesetzt. Der Abwasserverband Mittleres Emstal setzt bei seiner für rund 20.000 EW ausgelegten Anlage konsequent auf die landwirtschaftliche Verwertung und hat dafür ein eigenes Konzept entwickelt, das mit kürzeren Räumungszyklen die Bedürfnisse der Landwirte optimal berücksichtigt. Ein weiteres Beispiel für flexibles Verwertungsmanagement, welches durch die Klärschlammvererdung möglich wird.

Mit unserem umfassenden Leistungsangebot rund um die Entwässerung, Lagerung und Verwertung nehmen wir Ihnen alle Sorgen um das wie und wohin mit dem Klärschlamm ab.

Sehen Sie in unserem kurzen Video, wie das geht. (Der Klick auf den Link führt zum YouTube Kanal der PAULY GROUP.)


Brände und Torfabbau gefährden einzigartige Moorlandschaften. Die Neu-Eichenberger Firma HUMUS- UND ERDEN KONTOR ersetzt den Rohstoff durch Komposte.

Der Moorbrand auf einem Bundeswehrgelände bei Meppen hat den Blick auf einen einzigartigen Lebensraum gelenkt. Doch nicht nur Brände schädigen Moore. Sie werden auch durch landwirtschaftliche Nutzung und den Torfabbau zerstört. Für Alternativen zum Torf im kommerziellen und privaten Gartenbau macht sich die Neu-Eichenberger Firma HUMUS- UND ERDEN KONTOR seit mehr als 20 Jahren stark.

„Moore sind nicht nur Lebensraum für eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt“, sagt Produktmanager Christian Seibel. Sie seien zudem, ähnlich wie die Regenwälder, gewaltige Reservoirs, die als Kohlenstoffspeicher dienen. Durch den 1000 Hektar großen Brand auf der Moorlandschaft bei Meppen werde das Kohlendioxid freigesetzt und beschleunige den Klimawandel. Das passiere auch durch die Trockenlegung von Mooren und den Torfabbau.

„Weite Teile der Moorlandschaft zwischen dem Emsland und Bremen sind seit dem 18. Jahrhundert als Siedlungsland für Bauern urbar gemacht worden“, weiß Seibel. Abgebauter Torf habe früher als Brennmaterial gedient. Heute würden zwei Drittel der gewonnenen Mengen vom Erwerbsgartenbau genutzt. Ein Drittel verwendeten Hobbygärtner. Eine kleine Menge nutze die Medizin als Badetorf.

„Für den Gartenbau werden bundesweit im Jahr 9,5 Millionen Kubikmeter Erden hergestellt“, berichtet Seibel. Diese sogenannten Kultursubstrate beständen zu acht bis neun Millionen Kubikmetern aus Torf. Das entspräche rund 1,9 Millionen Tonnen Kohlendioxid. Der kalkarme und nährstofffreie Rohstoff werde vor allem wegen seiner Wasserspeicherfähigkeit und des hohen Luftporenvolumens verwendet. Vom benötigten Torf liefere Niedersachsen sieben Millionen Kubikmeter. Der übrige Torf komme vor allem aus dem Baltikum.

„Aufgrund der Endlichkeit der Vorkommen suchen Wissenschaftler seit 30 Jahren nach Ersatzstoffen“, sagt Seibel. HUMUS- UND ERDEN KONTOR setze auf regionale Komposte. Das Kontor arbeite mit den Betreibern von 50 Anlagen zusammen, die RAL-gütegesicherte Komposte produzieren. Sie werden zu Erden weiterverarbeitet und regional unter der Dachmarke Floratop® als Oberhessische, Hannoversche oder Fränkische Erden vermarktet. Die Produkte gibt es auch in Bio-Qualität ohne Mineraldünger und Netzmittel.

„Für den zentral organisierten Handel haben wir 2011 die stark torfreduzierte Marke HEIMATKONTOR Erde entwickelt“, führt Seibel aus. Der Kompost stamme aus 18 Regionen Deutschlands. Die Erden würden dezentral hergestellt, um die Transportwege kurz zu halten, und kämen in den handelsüblichen Säcken auf den Markt, beispielsweise als Niedersächsische, Westfälische und Hessische Erden.

„Mit einem 45 Liter-Sack regionaler, kompostbasierter Blumenerde lassen sich im Vergleich zu einer durchschnittlichen Blumenerde sechs Kilogramm Kohlendioxid einsparen“, rechnet Seibel vor. Bezogen auf die Gesamtmenge verkaufter Sackware seien das rund 1.000 Tonnen pro Jahr. Im Bereich der losen Ware würden weitere 1.500 Tonnen Kohlendioxid eingespart. Bundesweit betrachtet seien die möglichen Kohlendioxid-Einsparungen durch Torfersatz gewaltig. Mehr als 1,1 Millionen Tonnen ließen sich vermeiden, wenn 50 Prozent weniger Torf bei der Herstellung gärtnerischer Erden Verwendung fänden. Das sei machbar. HUMUS- UND ERDEN KONTOR ist mit seinen Regionalerden auf einem guten Weg, da multifunktionelle Produkte in Sachen Qualität, Moor- und Klimaschutz entstehen.

eiterhagen raeumungNach 6 bis 12 Jahren werden die Beete einer Klärschlammvererdungsanlage geräumt und
die Klärschlammerde verwertet.

EKO-PLANT Klärschlammvererdungsanlagen sind nicht von den aktuellen Entsorgungsengpässen betroffen. 2018 wurden wie geplant ca. 30.000 Tonnen Klärschlammerde gewonnen.

Davon wurden ca. 24.000 Tonnen landwirtschaftlich und gut 4.000 Tonnen aus Qualitätsgründen thermisch verwertet.

Die letzte Novelle der Düngeverordnung hat zu massiven Engpässen bei der Klärschlammentsorgung geführt. Besonders betroffen sind Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Es fehlen Verbrennungskapazitäten, Entsorgungsverträge wurden gekündigt und die Entsorgungssicherheit ist nicht mehr gewährleistet. Kläranlagen müssen unter hohem Zeitdruck zusätzliche Lagerkapazitäten einrichten.

EKO-PLANT hat im vergangenen Juli ausführlich darüber berichtet: Engpass bei der Klärschlammentsorgung? Nicht mit Klärschlammvererdung!

EKO-PLANT Klärschlammerde wird weiterhin landwirtschaftlich verwertet

Kläranlagen mit angeschlossener EKO-PLANT Klärschlammvererdung sind von dieser Entwicklung jedoch verschont. Der Klärschlamm wird in diesen Anlagen nicht nur entwässert, sondern gleichzeitig gelagert. EKO-PLANT hat auf die Herausforderungen der neuen Düngeverordnung frühzeitig reagiert. Zur weiteren Absicherung der landwirtschaftlichen Verwertung haben wir mit EKO-TERRA Ca+ zudem eine Klärschlammerde entwickelt, die keinen relevanten Stickstoffanteil mehr enthält. Diese Klärschlammerde kann weiterhin im Sommer und Herbst in die landwirtschaftliche Düngung integriert werden.

EKO-PLANT konnte trotz veränderter Düngeverordnung auch im Jahr 2018 alle geplanten Verwertungen realisieren. Hierbei zeigt sich erneut, wie wichtig eine gemeinsame Betriebs- und Räumungsplanung im Rahmen der von EKO-PLANT durchgeführten Betriebsbegleitung (BBE) ist. In 12 der ca. 90 EKO-PLANT Vererdungsanlagen wurde je ein Beet geräumt und dabei rund 30.000 Tonnen Klärschlammerde gewonnen.

Ein Schwerpunkt der Räumung und Verwertung war 2018 Niedersachsen (39 EKO-PLANT Klärschlammvererdungsanlagen). In 9 Anlagen wurde jeweils ein Schilfbeet geräumt. 17.900 Tonnen Klärschlammerde wurden hier landwirtschaftlich verwertet und 4.300 Tonnen verbrannt.

Erhalt der Bodenfruchtbarkeit und direktes Phosphatrecycling

Durch die EKO-PLANT Klärschlammvererdung wurden seit 1998 insgesamt 310.000 Tonnen Klärschlammerde gewonnen. 70 Prozent davon wurden landwirtschaftlich verwertet. Warum legen wir den Schwerpunkt so eindeutig auf die landwirtschaftliche Verwertung? Weil die landwirtschaftliche Verwertung von Klärschlammerde der einfachste und direkte Weg ist, Stoffkreisläufe zu schließen und den in humushaltige Erde umgewandelten Klärschlamm für den Erhalt der Bodenfruchtbarkeit zu nutzen. Durch die landwirtschaftliche Verwertung von 215.000 Tonnen Klärschlammerde konnten seit 1998 von EKO-PLANT insgesamt 4.000 Tonnen Phosphat in den natürlichen Stoffkreislauf zurückgeführt werden. Allein 2018 waren das 340 Tonnen. Das ist direktes Phosphatrecycling ohne Umweg über die Rückgewinnung aus der Asche von Verbrennungsanlagen.

Zuverlässiger Partner

Auch im Jahr des „Entsorgungsnotstands“ ist EKO-PLANT ein zuverlässiger Partner bei der Verwertung oder Entsorgung von Klärschlamm. EKO-PLANT Klärschlammvererdung gibt Betreibern Flexibilität, auch dann wenn es scheinbar schwierig wird.

Wir finden gemeinsam mit Ihnen die richtigen Lösungen!