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Fremdstoffauslese aus KompostMit einer Pinzette werden kleine und kleinste Teilchen aus der Kompostprobe gelesen, die dort nicht hineingehören.Um die Einhaltung der gesetzlichen Grenzwerte zu gewährleisten, untersucht PLANCO-TEC in einem arbeitsintensiven Verfahren den Fremdstoffgehalt und den Verunreinigungsgrad in Komposten. Dabei besonders im Fokus: Reste von Kunststoffverpackungen und Einwegplastik.

Hochkonzentriert sucht die Mitarbeiterin von PLANCO-TEC in der vor ihr ausgebreiteten Kompostprobe nach kleinen und kleinsten Teilchen, die dort nicht hineingehören. Kein Glassplitter, Metallstückchen oder Plastikteil entgeht ihrem geübten Blick. Mit einer Pinzette werden diese Fremdstoffe aufgelesen und zur weiteren Auswertung aussortiert. Rund 3.600 Kompostproben werden im Speziallabor in Neu-Eichenberg pro Jahr untersucht.

Fremdstoffe landen durch Fehlwürfe im Bioabfall

Bioabfälle werden zwar über die Grüne Tonne getrennt gesammelt, durch sogenannte Fehlwürfe landen darin aber auch Fremdstoffe. Besonders problematisch sind dabei Kunststoffe wie Blumentöpfe, Plastiktüten und Verpackungsfolien. Auch modernste technische Verfahren können diese Kunststoffe nicht vollständig vom Bioabfall abtrennen und so enden sie schließlich, meist als kleine und kleinste Teilchen, im fertigen Kompost. Wie groß ihr Anteil sein darf, wird durch die Düngemittelverordnung festgelegt, und Kompostierungsanlagen müssen regelmäßig den Fremdstoffgehalt in ihren Produkten untersuchen lassen.


Aufwändige Untersuchung

Kunststoffteilchen liegen im fertigen Kompost als Hartplastik oder als Folien vor. Letztere sind leicht und haben trotz ihrer Menge nur einen geringen Anteil am Gesamtgewicht. Deshalb wird der Fremdstoffgehalt durch zwei Werte bestimmt: den Gewichtsanteil und den Verunreinigungsgrad. Letzterer bezeichnet die Summe der Fläche der Fremdstoffe in einer Probe.

Die Kompostprobe wird maschinell gesiebt.Um beide Werte zu bestimmen, wird bei PLANCO-TEC eine genau definierte Probemenge des Komposts einem aufwändigen Analyseverfahren unterzogen. Die Probe wird zunächst bei 105° C getrocknet, zur Bestimmung des Trockengewichtes exakt gewogen und gesiebt.

Alle Fremdstoffe die größer als zwei Millimeter sind, werden mit einer Pinzette ausgelesen und getrennt nach Glas, Metall, Hartkunststoff, Folie und sonstigen Materialien gewogen. Danach wird ihr Gewichtsanteil berechnet.

Die Fremdstoffanteile werden über einen Scanner erfasst.Anschließend werden die ausgelesenen Fremdstoffe auf einem Scanner ausgebreitet. Durch elektronische Bildanalyse wird dann ihr Flächenanteil und damit der Verunreinigungsgrad bestimmt.
Die Fremdstoffanalytik wird bei PLANCO-TEC von speziell geschulten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in aufwändiger Handarbeit durchgeführt und erfordert hohe Sorgfalt, Kompetenz und Erfahrung.

PLANCO-TEC ist als DAkkS-akkreditiertes Prüflabor für das Fachmodul „Bioabfall“ auf biologische und physikalische Parameter spezialisiert. Die hier durchgeführte Analytik ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Qualitätssicherung für hochwertige Komposte aus Bioabfällen.

Langfristig hilft nur ein Verbot von Einwegplastik

Verunreinigungen im Bioabfall durch Kunststoffe haben deutlich zugenommen, daran hat auch die intensive Informations- und Öffentlichkeitsarbeit vieler Kommunen nichts geändert. Kunststoffverpackungen und Wegwerfplastik verursachen im Bioabfall enorme Probleme und sind kaum mehr herauszubekommen.