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elverlingsen monoverbrennungIn der Monoverbrennungsanlage Elverlingsen wird Klärschlammerde zur Verbrennung angeliefert.

Die zukünftig vorgeschriebene Rückgewinnung von Phosphor stellt viele Betreiber von Kläranlagen vor große Probleme. In Niedersachsen leistet die Klärschlammvererdung heute schon einen wesentlichen Beitrag zur Bewältigung dieser Herausforderung.

Ob Pflanzen, Tiere oder Menschen - alle brauchen Phosphor. Unsere Nutzpflanzen nehmen es in Form von Phosphat aus dem Boden auf und über die Nahrungskette landet es schließlich im Klärschlamm. Um die wertvolle Ressource Phosphor zukünftig besser zu nutzen, hat der Gesetzgeber deren Rückgewinnung aus dem Klärschlamm zukünftig verbindlich gemacht. Aber leider gibt es dabei ein Problem: Klärschlamm wird in Deutschland zum größten Teil noch in der Mitverbrennung entsorgt, somit ist eine Phosphor-Rückgewinnung aus der Asche ausgeschlossen.

Am Beispiel von Niedersachsen wird die Größenordnung der Problematik deutlich. Und gleichzeitig zeigt sich, welchen Beitrag die Klärschlammvererdung zu deren Lösung schon heute leistet.

Pro Jahr gehen 2.800 Tonnen Phosphat verloren

In dem pro Jahr in Niedersachsen anfallenden Klärschlamm sind schätzungsweise 10.000 Tonnen Phosphat (P2O5) enthalten. 2016 wurden rund 30 Prozent dieses Klärschlamms thermisch entsorgt und das in der Asche enthaltene Phosphat ging verloren. Damit wurden 2016 dem Nährstoffkreislauf ca. 2.800 Tonnen Phosphat entzogen - Tendenz steigend.

Klärschlammvererdung sichert Phosphat

1991 ging in Niedersachsen die erste EKO-PLANT Klärschlammvererdungsanlage in Betrieb und aktuell werden ca. 8 Prozent des niedersächsischen Klärschlamms in Vererdungsanlagen verarbeitet. Von 1991 bis 2018 wurden so rund 9.000 Tonnen hoch pflanzenverfügbares Phosphat eingelagert und für die Verwertung gesichert. Anders als bei mechanischer Schlammentwässerung wird in Vererdungsanlagen gleichzeitig entwässert, über viele Jahre gelagert und durch Abbau organischer Substanz zusätzlich die Masse reduziert. Das schafft deutlich bessere Voraussetzungen für das Phosphor-Recycling.

Bei der landwirtschaftlichen Verwertung von Klärschlammerde wird Phosphat direkt in den Nährstoffkreislauf zurückgeführt. Zwischen 1998 und 2018 waren das in Niedersachsen gut 3.200 Tonnen, allein 2018 ca. 290 Tonnen.

Ist die landwirtschaftliche Verwertung nicht möglich, etwa weil Grenzwerte überschritten werden, lässt sich Klärschlammerde problemlos verbrennen. Durch die zusätzliche Massenreduktion ist der Phosphorgehalt in der Klärschlammerde höher als in mechanisch entwässertem Klärschlamm. Damit ist auch in der Asche eine höhere Phosphorkonzentration - und bietet für ein Recycling eine deutlich bessere Ausgangsbasis.

Ob landwirtschaftliche Verwertung oder Verbrennung, für die Sicherung der wertvollen Ressource Phosphat ist die Klärschlammvererdung mechanischen Entwässerungsverfahren deutlich überlegen. Aktuell lagern in unseren Klärschlammvererdungsanlagen in Niedersachsen 5.800 Tonnen Phosphat und stehen zur Verwendung bereit.

Abwarten und vererden

In EKO-PLANT Klärschlammvererdungsanlagen lagert der Schlamm bis zu 12 Jahre bevor er verwertet oder entsorgt werden muss. In dieser Zeit ist das darin enthaltene Phosphat gesichert. Betreiber einer EKO-PLANT Klärschlammvererdungsanlage können somit entspannt abwarten, bis sich geeignete Techniken für das Phosphorrecycling etabliert haben oder Aschen aus Monoverbrennungsanlagen für ein späteres Phosphorrecycling Verwendung finden.