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THE PAULY GROUP

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Zur Unternehmensgruppe THE PAULY GROUP gehören die EKO-PLANT GmbH, die HUMUS- UND ERDEN KONTOR GmbH sowie die INFU GmbH mit dem Fachlabor PLANCO-TEC. Da gibt es immer wieder Neuigkeiten zu berichten, sei es aus der Unternehmensgruppe oder zu Themen, die unsere Arbeit und die Interessen unserer Kunden berühren. Erfahren Sie mehr über uns - einen Überblick zu aktuellen Themen finden Sie hier.

Warum nach der Trocknung von mechanisch entwässerten Klärschlämmen immer mehr übrig bleibt als nach der Trocknung von Klärschlammerden.

ksv nieder ohmen grossMit Hilfe der Natur wird Klärschlamm entwässert und organische Substanz abgebaut.Jede Tonne Klärschlamm bedeutet für die Betreiber von Kläranlagen Kosten für Verwertung oder Entsorgung. Und da Klärschlamm zu 98 bis 99 Prozent aus Wasser besteht, ist er in erster Linie ein Wasserproblem. Klärschlamm muss also zunächst entwässert werden und der verbliebene Wassergehalt kann durch eine nachfolgende Trocknung noch einmal reduziert werden. Der Grundgedanke der Klärschlammbehandlung ist also scheinbar ganz einfach: Je weniger am Ende übrig bleibt, desto besser.

Und genau da zeigt sich ein weiterer Vorteil der EKO-PLANT Klärschlammvererdung: Hier wird nicht nur entwässert, sondern entwässert und organische Substanz abgebaut. So wird zusätzlich Masse reduziert.

Das kann keine mechanische Entwässerung. Und auch durch eine nachfolgende Trocknung, egal wie, bleibt von vererdetem Klärschlamm am Ende deutlich weniger übrig, als von mechanisch entwässertem. Vererdung mit anschließender Trocknung reduziert die verbleibende Masse stärker, als jedes andere Verfahren der Klärschlammbehandlung.

Biologische Aktivität reduziert die Trockensubstanz zusätzlich

Wie das geht? Technische Entwässerungsmethoden trennen das Wasser von der darin enthaltenen Trockensubstanz. Die Trockensubstanz selbst bleibt unverändert und ihre Masse kann sich somit natürlich auch nicht verringern.

Die Klärschlammvererdung ist hingegen ein biologisches System. Durch Schwerkraft, Transpiration über die Pflanze und Oberflächenverdunstung wird entwässert. Durch hohe biologische Aktivität im Wurzelraum der Schilfbeete wird gleichzeitig die organische Substanz im Klärschlamm mineralisiert.

Zudem werden Stickstoffverbindungen durch Nitrifikation und Denitrifikation um- und abgebaut und mineralische Bestandteile mit dem Filtratwasser ausgeschwemmt. Im Vergleich zur mechanischen Entwässerung reduziert sich die Masse der verbleibenden Trockensubstanz erheblich. Und wie schon bemerkt: Je weniger am Ende übrigbleibt, desto besser.

Bilanzergebnisse zeigen: aus einem Eintrag von 400 Tonnen TR in ein Vererdungsbeet können nach Abschluss der Vererdung 300 Tonnen TR werden. Diese Prozesse lassen sich steuern, sie sind u.a. eine Funktion der Beaufschlagung der Beete mit Klärschlamm und der Wahl des Zeitraums der Lagerung im Beet oder auf einer Nachlagerfläche.

Massenreduktion auch nach Trocknung

Die Klärschlammvererdung hinterlässt eine deutlich geringere Masse an entwässertem Material als technische Verfahren. Und dieser Vorsprung bleibt auch bei nachgeschalteter Trocknung erhalten! Soll also zusätzlich getrocknet werden, so wird der Input zur Trocknung durch Vererdung kleiner. Anders ausgedrückt: würde die gleiche Menge Klärschlamm nach mechanischer Entwässerung oder nach Vererdung einer Trocknung zugeführt und auf 100% Trockensubstanz getrocknet, dann wäre der Haufen Klärschlammerde immer der kleinere und leichtere. Und er wäre dadurch auch kostengünstiger zu verwerten oder zu entsorgen.

Alle Optionen offen

Ob eine Trocknung sinnvoll ist, entscheiden Sie als Betreiber vor dem Hintergrund betriebswirtschaftlicher Überlegungen. Durch die gleichzeitige Lagerung des Klärschlamms in den Vererdungsbeeten gewinnen Sie Zeit und die Vererdung lässt Ihnen alle Optionen offen. Sie können in Ruhe abwarten, bis die Verwertungs- und Entsorgungswege wieder klarer geworden sind und müssen die Kapriolen eines von „Entsorgungsnotständen“ und Preisschwankungen geprägten Marktes nicht mitgehen.

Und außerdem ...

Wenn Ihre Kläranlage eine Ausbaugröße von weniger als 50.000 Einwohnerwerten aufweist, gilt im Übrigen:

  • Es gibt keine Befristung für die landwirtschaftliche Verwertung.
  • Es gibt kein Verbot der landwirtschaftlichen Verwertung.
  • Es gelten die Regelungen des Düngerechtes und der Klärschlammverordnung, sowie der Kreislaufwirtschaft bei der Verwertung von Klärschlamm auf und in Böden.

Passend zum Sommer möchten wir sie in den nächsten Wochen ausführlich über Planung, Bau und Inbetriebnahme des EKO-PLANT Naturerlebnisbades in Göttingen-Weende informieren.

nsb weende 01 groAnimierte Ansicht des Naturfreibades in Weende

Dieses Bad ist kein kompletter Neubau, sondern entsteht aus einem, bereits von der Stilllegung bedrohtem, städtischen Freibad. Und so ahnen Sie vielleicht schon, dass hinter diesem Projekt eine bewegte Geschichte steht, in deren Verlauf Politik, die kommunale Betreibergesellschaft, ein Förderverein und EKO-PLANT engagiert um ein zukunftsweisendes Konzept gerungen haben. EKO-PLANT ist für die Planung und den Bau verantwortlich und der Förderverein trägt Eigenleistungen bei, was das Projekt bei der Bevölkerung Weende zusätzlich verankert.

Seit über einem Jahr entsteht in Göttingen-Weende nicht nur ein Naturerlebnisbad, sondern ein Park, der der Bevölkerung das ganze Jahr über offen steht. Im Sommer Freibad, bleiben die Wege und Grünflächen im Winter eine frei zugängliche, grüne Oase. So leistet das neue Naturerlebnisbad einen wichtigen Beitrag zur Stadtentwicklung und verstärkt die Anbindung des Ortsteils Weende an das übrige Stadtgebiet.

Einen Einblick in die Welt der PAULY GROUP, heute aus dem Blickwinkel Naturerlebnisbad der EKO-PLANT GmbH liefert ihnen der nachfolgende Link zum Artikel des Göttinger Tageblatts Neu-Eichenberger rüsten gechlorte Schwimmbäder auf Schilf um

Ökologische Klärschlammentwässerung durch EKO-PLANT Klärschlamm­vererdungs­anlagen – wir schauen auf einen erfolgreichen Praxistag in Neuruppin zurück.

Neuruppin praxistag großBesichtigung der Hochleistungsvererdung in Neuruppin.

Perfekt! So lassen sich die Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Praxistag mit einem Wort umschreiben. Die „Location“, direkt am Neuruppiner See gelegen, rundete unsere Einladungsveranstaltung ab.

Am 23. Mai 2018 kamen in entspannter und angenehmer Atmosphäre 30 Vertreter von Kläranlagenbetreibern aus Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen zusammen. Sie waren eingeladen worden, um das neue Format der seit langem in unserem Haus entwickelten Praxistage für Betreiber und Interessenten der EKO-PLANT Klärschlammvererdung mit Leben zu füllen.

Im Rahmen der Veranstaltungen wurde das Thema Klärschlamm, seine Entwässerung und Verwertung aus verschiedenen Blickwinkeln und nicht zuletzt vor dem Hintergrund der geänderten Verordnungslage beleuchtet. Vorträge von Mitarbeitern der EKO-PLANT, Herrn Prof. Dr. Barjenbruch (TU Berlin) und Herrn Artur Dzasokhov (Stadtwerke Neuruppin) füllten den Tag ebenso mit Inhalten wie die Besichtigung der Klärschlammvererdungsanlage in Neuruppin, die seit fünf Jahren in Betrieb ist und seit einigen Monaten mit einer Pilotanlage zur Phosphatrückgewinnung aus dem Filtrat der Vererdung ausgestattet ist.

Vor allem aber ist gelungen was wir für besonders wichtig erachten: ein direkter Austausch zwischen Betreibern von EKO-PLANT Klärschlammvererdungsanlagen mit langjähriger Erfahrung in Betrieb, Beeträumung und Verwertung, und Betreibern von Kläranlagen, die ihre Schlammentwässerung auf neue Füße stellen wollen.

Allen Referenten und Gästen sowie besonders unserem Gastgeber, den Stadtwerken Neuruppin, sei herzlich gedankt für ihr Engagement und die praxisnahen Berichte und Diskussionen!

Das Format hat sich bewährt, wir wollen es gleichwohl weiter optimieren und werden an anderen Standorten weitere Praxistage organisieren.

Vorträge zur Veranstaltung bieten wir ihnen gerne zum Download: Praxistag Neuruppin

In der Maiausgabe von "der gemeinderat" finden Sie auf Seite 27 ein Advertorial zum EKO-PLANT Klärschlammmanagement. Unter dem Motto "Selbstbestimmt planen" erfahren Sie, wie Sie mit der EKO-PLANT Klärschlammvererdung und unserem umfänglichen Service individuelle, maßgeschneiderte Lösungen für die gesamte Klärschlammbehandlung vom Zulauf bis zur Verwertung erhalten. Durch die langfristige Planung können Sie entspannt auf den richtigen Verwertungszeitpunkt mit dem richtigen Preis warten.

Hier können Sie sich das Advertorial direkt herunterladen.


8% der Klärschlämme in Niedersachsen werden über Vererdung entwässert und drücken nicht in den Verwertungsmarkt.

ksv lumda 02Klärschlammvererdung erleichtert das Phosphat-Recycling, sichert die Ressource Phosphor und entlastet während der Speicherphase den Verwertungs- und Entsorgungsmarkt. Im letzten Newsletter haben wir beschrieben, vor welche Probleme die nunmehr vorgeschriebene Rückgewinnung von Phosphat die Betreiber von Klär- und Verbrennungsanlagen stellt. Es fehlt an geeigneten Recyclingverfahren und es wird noch Jahre dauern, bis ausreichend Monoverbrennungsanlagen zur Verfügung stehen. Da gleichzeitig die landwirtschaftliche Verwertung durch die Düngeverordnung eingeschränkt ist, wird zunehmend über die Mitverbrennung entsorgt. Dadurch werden dem Kreislauf fortschreitend enorme Mengen an Phosphat entzogen. Dieses Phosphat muss zusätzlich importiert werden.

Klärschlammvererdung sichert Phosphat

Zum Glück gibt es schon heute eine Alternative zur mechanischen Entwässerung mit anschließender Verbrennung: Die Klärschlammvererdung. Für das Phosphat-Recycling bietet diese Technik gleich mehrere entscheidende Vorteile.

Langfristige Lagerung

In den Schilfbeeten wird der Klärschlamm entwässert und gleichzeitig gelagert - je nach Rahmenbedingungen 6 bis 12 Jahre, oder sogar noch länger. Der Klärschlamm muss in dieser Zeit weder landwirtschaftlich verwertet noch verbrannt werden. Es werden auch keine Deponien für die Asche benötigt, damit das darin enthaltene Phosphat irgendwann in der Zukunft recycelt werden kann. Für den Zeitraum eines Vererdungszyklus ist das im Klärschlamm enthaltene Phosphat gesichert - und zusätzlich wird auch noch der Verwertungs- und Entsorgungsmarkt entlastet.

Phosphatanreicherung

In einer Vererdungsanlage wird nicht nur entwässert, sondern im Zuge biologischer Umsetzungsverfahren zusätzlich der organische Anteil der Trockenmasse kräftig abgebaut. Im Vergleich zur mechanischen Entwässerung erreicht die Klärschlammvererdung damit eine erheblich größere Massenreduktion. Auf diese Weise wird automatisch Phosphat angereichert, denn die ursprüngliche Phosphatmenge ist nun in einer verminderten Menge Klärschlammerde enthalten. Eine spätere Rückgewinnung wird durch die höhere Konzentration einfacher und wirtschaftlicher.

P-Recycling durch landwirtschaftliche Verwertung

Für Kläranlagen bis zu einer Größe von 50.000 Einwohnerwerten bleibt die landwirtschaftliche Verwertung grundsätzlich erlaubt. Durch den Vererdungsprozess wissen Betreiber genau welche Menge und vor allem welche Qualität in ihren Schilfbeeten lagert. Stimmt die Qualität, steht der landwirtschaftlichen Verwertung nichts im Wege und das in der Klärschlammerde enthaltene Phosphat wird direkt in den Kreislauf zurückgeführt. Deshalb ist die landwirtschaftliche Verwertung auch in der Klärschlammverordnung ausdrücklich als P-Recycling benannt. Kläranlagenbetreiber können auf diese Weise die geforderte Nachweispflicht erfüllen und müssen keine neuen oder zusätzlichen Recyclingverfahren etablieren.

Fragen Sie uns wie das geht!

Beispiel Niedersachsen

In Niedersachsen fallen jährlich etwa 3500 Tonnen Phosphor im Klärschlamm an. Davon werden aktuell ca. 900 Tonnen über Verbrennungsanlagen entsorgt und gehen so dem Kreislauf verloren - Tendenz steigend. Demgegenüber lagern etwa 8 Prozent des Klärschlamms in Vererdungsanlagen. Pro Jahr werden so 280 Tonnen Phosphor gespeichert, in 10 Jahren also 2800 Tonnen.

Würde man stattdessen 20 Prozent der Klärschlämme über Vererdungsanlagen aufbereiten, ergäbe sich in 10 Jahren eine Summe von ca. 7000 Tonnen Phosphor. Das wäre doppelt so viel, wie in Niedersachsen pro Jahr auf den Äckern ausgebracht wird.

Fazit

Gerade im Hinblick auf die Rückgewinnung von Phosphat ist Klärschlammvererdung eine ausgezeichnete Alternative zu mechanischen Entwässerungsverfahren und der sofortigen Verbrennung. Phosphat wird angereichert und über einen langen Zeitraum gelagert. Am Ende eines Vererdungszyklus steht entweder die landwirtschaftliche Verwertung oder eine zukünftige Verbrennung in Monoverbrennungsanlagen, wo das angereicherte Phosphat die Rückgewinnung aus der Asche erleichtert.


Ob Pflanzen, Tiere oder Menschen - alle brauchen Phosphor. Ohne Phosphor keine DNA, kein Stoffwechsel, kein Leben.

Pflanzen nehmen Phosphor in Form von Phosphat aus dem Boden auf. In der Landwirtschaft wird Phosphat dann mit jeder Ernte dem Boden entzogen und muss als Dünger immer wieder neu zurückgeführt werden.

phosphor 04Der Tagesbedarf eines erwachsenen Menschen liegt bei etwa 0,75 Gramm Phosphor und wird vor allem aus Milchprodukten, Fleisch, Fisch und Brot gedeckt. Den größten Teil davon scheiden wir wieder aus und der Phosphor gelangt mit den Abwässern zur Kläranlage. Damit unsere Gewässer nicht überdüngen, muss der Phosphor aus dem Abwasser entfernt werden und landet schließlich im Klärschlamm. Dieser Klärschlamm wird in Deutschland aber überwiegend nicht als Dünger verwendet, sondern zunehmend verbrannt. Im Jahr 2015 wurden nur noch ca. 14.700 Tonnen Phosphor der stofflichen Verwertung zugeführt. 27.500 Tonnen, also rund 64 Prozent, endeten in der Asche von Verbrennungsanlagen.

Die Verbrennung entzieht dem Kreislauf beständig enorme Phosphormengen. Bleibt es dabei, werden in den nächsten 10 Jahren voraussichtlich weitere 300.000 Tonnen Phosphor verloren gehen.

Dieser Verlust muss durch Mineraldünger ausgeglichen werden. Deutschland verfügt aber über keine eigenen Phosphatlagerstätten und ist deshalb vollständig auf Importe angewiesen. Die größten Phosphatvorkommen befinden sich in Schwellenländern wie Marokko. Der dort seit gut hundert Jahren abgebaute Phosphor treibt die Landwirtschaft an - nicht nur in Deutschland, sondern weltweit.

Aber wie lange werden die Vorräte noch reichen? 2012 wurde die statische Reichweite der weltweiten Phosphatvorkommen auf 324 Jahre geschätzt. Rechnet man all die Vorkommen hinzu, die bei fortschreitender Technik und Marktentwicklung zukünftig zusätzlich rentabel abgebaut werden können, reichen die Vorräte mehr als 1300 Jahre.

Es gibt aber trotzdem gute Gründe, den Import von Phosphat zu verringern, denn damit verkleinert sich die Abhängigkeit von ausländischen Ressourcen, deren politischer Verfügbarkeit und Qualität.

Der Gesetzgeber hat deshalb die Rückgewinnung von Phosphor aus dem Klärschlamm verbindlich gemacht. Dumm nur, dass es bisher nicht wirklich Verfahren gibt, dieses Phosphorrecycling wirtschaftlich und im erforderlichen Maßstab umzusetzen!

Bisher wird Klärschlamm überwiegend zusammen mit anderen Abfällen verbrannt. Aus der Asche dieser Mitverbrennung wird sich Phosphor aber auch zukünftig nicht wirtschaftlich zurückgewinnen lassen. Es müssen also zunächst Monoverbrennungsanlagen gebaut werden und parallel dazu gilt es Verfahren zu entwickeln, die ein Phosphorrecycling aus deren Asche ermöglichen. In Kenntnis dieser Sachlage wurde deshalb auch gleich die Ablagerungsverordnung geändert: die Asche darf jetzt in Monodeponien eingelagert werden.

Die Verbrennung von Klärschlamm stellt das angestrebte Phophorrecycling also vor große Probleme. Bis zum Aufbau ausreichender Kapazitäten für die Monoverbrennung geht Phosphat praktisch für immer verloren. Die Asche von Monoverbrennungsanlagen muss dann solange gelagert werden, bis geeignete Rückgewinnungsverfahren zur Verfügung stehen - das Recyclingproblem vergrößert sich proportional zum Deponievolumen.

Fazit: Geht die landwirtschaftliche Verwertung von Klärschlamm weiter zurück, werden durch die verstärkte Verbrennung dem Kreislauf fortschreitend enorme Mengen an Phosphat entzogen. Dieses Phosphat muss zusätzlich importiert werden - mit allen Nachteilen, die durch das Recycling doch eigentlich vermieden werden sollen.

Verbrennung und Phosphor-Recycling sind bisher nicht miteinander vereinbar.

Wie also können wir die Ressource Phosphat bis zum Ablauf der Übergangsfristen sichern? Diesen und anderen Fragen gehen wir im nächsten Newsletter nach.

Quelle: Killiches, Franziska u.a. (2013): Phosphat - Mineralischer Rohstoff und unverzichtbarer Nährstoff für die Ernährungssicherheit weltweit, Hannover, Herausgeber: Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

In der Aprilausgabe von "der gemeinderat" finden Sie auf Seite 49 ein Advertorial zum EKO-PLANT Klärschlammmanagement. Unter dem Motto "30 Jahre Innovation in der Klärschlammvererdung" erfahren Sie, wie das PAULY GROUP-Prinzip Weiterentwicklung fördert und Innovation zum integralen Unternehmensprinzip wird. Eine Zusammenarbeit mit uns bietet Ihnen so grundlegende Vorteile.

Hier können Sie sich das Advertorial direkt herunterladen.

In der Märzausgabe von "der gemeinderat" finden Sie auf Seite 21 ein Advertorial zu EKO-PLANT Naturerlebnisbädern. Unter dem Motto "Naturerlebnisbad als Besuchermagnet" erfahren Sie, wie der besondere Charme unserer Bäder die Besucherzahlen langfristig steigen lässt.

Hier können Sie sich das Advertorial direkt herunterladen.

Natürliche Prozesse nutzen, statt energieaufwändiger Technik, das ist das Prinzip der Klärschlammvererdung.

pauly prinzip grafikOptimierung durch Erfahrung und Innovation

In speziellen Beeten wird der Klärschlamm kontinuierlich gesammelt, von Schilfpflanzen entwässert und in stark humuswirksamen Dünger umgewandelt. Alle acht bis zehn Jahre werden die Beete geräumt und die Klärschlammerde kann landwirtschaftlich verwertet oder entsorgt werden.

Das Verfahren wurde 1986 erstmals erfolgreich eingesetzt und 1991 auf Norderney die erste großtechnische EKO-PLANT Klärschlammvererdungsanlage errichtet. Bis heute folgten 85 weitere Anlagen im In- und Ausland und verarbeiten tausende Tonnen Klärschlamm - zuverlässig, wirtschaftlich, umweltschonend.

Kontinuierliche Betreuung und Weiterentwicklung

Aber nichts ist so gut, dass es sich nicht noch verbessern ließe. EKO-PLANT entwickelt ökotechnische Verfahren nicht nur mit Leidenschaft, EKO-PLANT entwickelt sie auch mit Leidenschaft weiter. Voraussetzung dafür schafft die Betreuung der Anlagen auch im laufenden Betrieb. Anders als bei einem klassischen Ingenieurbüro endet die Zusammenarbeit nicht nach der Übergabe einer fertig gebauten Anlage.

Als Generalunternehmer sorgt EKO-PLANT auch nach Fertigstellung für einen optimalen Anlagenbetrieb: Mit regelmäßigen Kontrollen von Wachstum und Gesundheit des Schilfs, der Qualität des eingeleiteten Klärschlamms und des Fortschritts des Vererdungsprozesses. So werden Probleme frühzeitig erkannt und in enger Zusammenarbeit mit dem Betreiber der Kläranlage gelöst. Ein jährlicher Erfahrungsbericht dokumentiert alle Untersuchungsergebnisse und alle Maßnahmen, die zur Optimierung ergriffen wurden.

Mehr noch: Alle im laufenden Betrieb gemachten Erfahrungen fließen direkt in die Weiterentwicklung der EKO-PLANT Klärschlammvererdungsanlagen ein. Ein Kreislauf des stetigen Lernens, ganz wie in der Natur. Innovation wird so zum integralen Unternehmensprinzip und die Kunden bekommen Lösungen nach neuestem Stand der Ökotechnik aus einer Hand.

Flexibles Klärschlammmanagement

Dazu gehört auch die Betreuung in Sachen Klärschlammmangement. Verwerten oder entsorgen, mit der Drehscheibe Klärschlammvererdung haben Betreiber die Wahl und können flexibel und eigenständig entscheiden, welcher Weg ökonomisch und ökologisch gerade der beste ist. EKO-PLANT sorgt für die Räumung, Verwertung oder Entsorgung und sichert den Weiterbetrieb.

Ein weiteres Beispiel für die Innovationskraft von EKO-PLANT ist die aktuelle Entwicklung eines neuen organischen Kalk-Phosphor-Düngers auf Basis von Klärschlammerde. Dieser Dünger zeichnet sich durch einen niedrigen Stickstoffgehalt aus und ist deshalb nicht vom Verbot der Herbstausbringung betroffen. Damit kann hochwertige Klärschlammerde weiterhin ganzjährig in der Landwirtschaft verwertet werden.


Die Stadt Norderney nutzt seit 1991 erfolgreich die EKO-PLANT Klärschlammvererdung - leise, ökologisch und effizient.

Luftbild ksv norderneyKläranlage und Vererdungsanlage Norderney

Schauen wir auf ein konkretes Projekt: 1991 wurde die EKO-PLANT Klärschlammvererdungsanlage Norderney in Betrieb genommen und 1993 erweitert. Schon in der Planungsphase wurde viel über die zukünftige Verwertung des vererdeten Klärschlamms diskutiert, die damalige BSE-Krise brachte zusätzliche Aufregung. 2005, nach zwölf Jahren kontinuierlicher Entwässerung des auf der Insel angefallenen Klärschlamms, waren alle Schilfbeete dann erstmals vollständig geräumt.

Zeitgleich stand auf Norderney die Sanierung der ehemaligen Hausmülldeponie auf dem Plan. Die Verantwortlichen ergriffen die Gelegenheit und entschieden sich dafür, die Klärschlammerde dort einzulagern. Ein neuer Zyklus der Klärschlammvererdung begann.

Die politischen Diskussionen um die Frage „Wohin mit dem Klärschlamm?“ sind ein Dauerbrenner und führen mit schöner Regelmäßigkeit zu veränderten gesetzlichen Rahmenbedingungen. 2006 lautete das Stichwort „Gleiches zu Gleichem“ und die landwirtschaftliche Verwertung von Klärschlamm sollte möglichst unterbunden werden. Diskutiert wurde eine Absenkung der Grenzwerte für Zink von 2.000 bzw. 2.500 mg pro kg Trockensubstanz auf 300 mg pro kg. Die Konsequenz: Klärschlamm hätte praktisch immer verbrannt werden müssen.

So ist es nicht gekommen. Heute (2018) liegt der Grenzwert für Zink laut Düngemittelverordnung bei 4.000 mg pro kg Trockensubstanz, doppelt so hoch, wie in der alten Klärschlammverordnung von 1992.

Norderney konnte diese Entwicklung gelassen beobachten. Für gut zwölf Jahre sind bei jedem Zyklus Entwässerung und Lagerung des Klärschlamms geregelt. EKO-PLANT ist seit 1991 von der Stadt Norderney mit dem betriebsbegleitenden Engineering der Klärschlammvererdungsanlage betraut und sorgt für deren optimale Leistung. Wir sind stets dicht am Verwertungsmarkt und kennen alle Details und Auswirkungen der geltenden Verordnungslage. So können Norderney und EKO-PLANT gemeinsam das Was, Wann, und Wohin von Klärschlammerde selbst entscheiden. Die Klärschlammvererdung lässt alle Verwertungsmöglichkeiten offen, dass kann der Weg in die Landwirtschaft sein aber eben auch in den Ofen.

Norderney betreibt seine EKO-PLANT Klärschlammvererdungsanlage seit 27 Jahren und kann das problemlos noch weitere 25 Jahre tun − zuverlässig, ohne Flockungsmittel, mit einer Energieersparnis von 85 Prozent gegenüber technischen Entwässerungsmethoden und flexibler Verwertung in alle Richtungen.

Andere mögen sich von der nicht enden wollenden Diskussionen um den Klärschlamm verunsichern lassen, im Norden bleibt man gelassen und vererdet − leise, ökologisch und effizient.